Das Cover war daran schuld, dass ich auf der Frankfurter Buchmesse zu diesem Buch griff. Abgebildet ist ein rosa Elefant. Ich mag rosa. Und Elefanten. Auch der Name Martin Suter war mir ein Begriff, obwohl ich bis zu diesem Datum ein Werk von ihm gelesen hatte. Ich schnappte mir also das Buch und fing auf der Messe an zu lesen. Keine Sorge, ich habe mir später gekauft und zu Hause zu Ende gelesen.

Suters Werk behandelt ein heiß diskutiertes Thema: Genforschung. Ein Wissenschaftler hat sein letztes Geld (und das seiner chinesischen Investoren) ausgegeben, um einem Elefantenweibchen eine genmanipulierte Eizelle einzupflanzen. In 22 Monaten soll ein rosa leuchtender kleiner Elefant auf die Welt kommt. Ich weiß ja nicht, ob Suter eine künstlichen Befruchtung von Elefanten ist einmal live erlebt hat, seiner Beschreibung im Buch nach kennt er sich bestens damit aus. Es war ekelig real und faszinierend zugleich. Der rosa Elefant kommt auf die Welt und sogleich auf der Flucht vor dem Wissenschaftler. Es sind die Außenseiter in unserer Gesellschaft (ein indischer Tierpfleger und ein Obdachloser), die das rosa Tierchen vor der kommerziellen Gier der Forschung schützen.

Es war unfassbar, wie Suter mit seinen ausgewählten Worten einen kompletten Film in meinem Kopf ablaufen lies. Er schreibt nicht überladen, gibt aber genügend Informationen, damit der Leser sich eine Vorstellung von Orten, wie der Behausung des Obdachlosen oder dem verwaisten Elternhaus der Tierärztin machen kann. Gegen Ende entwickelt dieses Buch eine Eigendynamik, da die Schergen der Investoren dem Elefanten und seinen Beschützern dicht auf den Fersen sind. Spätestens an dieser Stelle konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da mir das Schicksal des kleinen Elefantens am Herz hing.

Wie es ausgeht? Müsst ihr selber nachlesen.

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